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Über uns / Aus der Geschichte der Staatsoper

 

Aus der Geschichte der Staatsoper

Am 23. Januar 1960 erlebte Banská Bystrica bedeutendes kulturelles Ereignis. Im erneuerten Saal des Nationalhauses stellten sich zum ersten Mal die Künstler des neu gegründeten Singspielensembles des Jozef Gregor Tajovský Theaters mit der von ihnen einstudierten Oper Eva von J. B. Foerster vor. Die Hauptrollen verkörperten Mária Urbanová als Eva und Viliam Bokes in der Rolle Tóno. Die Oper hat Ján Kende musikalisch einstudiert und dirigiert. Der Regie nahm sich František Rell an.

Errichtung des profesionellen Theaters in Banská Bystrica

„Der Entwurf des Slowakischen Rates für Theater und Dramaturgie vom Jahre 1949 über die geplante Errichtung des Singspieltheaters in Banská Bystrica trat durch den Beschluß des Korps der Beauftragten vom 8. 1. 1959 in Kraft, als das Schauspielensemble in Zvolen  (errichtet 3. 3. 1949 als das Mittelslowakische Theater mit dem Sitz in Zvolen durch die Entscheidung des Betrautenamtes  für Schulwesen, Wissenschaften und Kunst in Bratislava vom 3. 3. 1949) um Singspielensemble mit dem Sitz in Banská Bystrica erweitert wurde. Durch diese Entscheidung wurde die Existenz des profesionellen Musiktheaters unter dem Namen Singspieltheater des Jozef Gragor Tajovský Theaters mit dem Sitz in Banská Bystrica, als Filialbühne des Schauspieltheaters des Jozef Gregor Tajovský Theaters bestätigt. In der Gründungsliste wurde auch sein Charakter angegeben – es sollte die Aufgabe der Wandertgruppe erfüllen mit dem Ziel, Musik- und Theaterkunst im Gebiet der Mittelslowakei zu popularisieren.
Im Laufe der sechziger Jahre verlagerte sich der Schwerpunkt der Dramaturgie immer mehr auf die Oper als das repräsentable musik-dramatische Genre. Aufgrund des neuen, vom Kulturministerium am 15. März 1972 erklärten Status, wurde das Singspieltheater in Oper des Jozef Gregor Tajovský Theaters umgenannt. Zum Sitz des Jozef Gregor Tajovský Theaters wurde Banská Bystrica mit der Filialbühne in Zvolen bestimmt. Das neue Status erweiterte auch den Wirkungsbereich der Tourneen auf ganzes Gebiet der Slowakei. Zugleich wurde die Anzahl von Tourneevorstellungen um ein Drittel reduziert. 
Am 1. 7. 1993 wurde Opernensemble des Jozef Gregor Tajovský Theaters selbstständig und bekam das selbstständige Statut mit dem neuen Namen Staatsoper.“ (Ľudmila Červená: 50 rokov Štátnej opery/50 Jahre der Staatsoper, štúdio Harmony s.r.o. Banská Bystrica, 2009)

Die Staatsoper hat ihren Sitz im Teil des Nationalhauses, dessen Gebäude 1927 – 1929 nach dem Projekt von dem  bedeutenden slowakischen Architekten Emil Belluš gebaut wurde. Dank seiner einzigartigen Architektur wurde der Bau zum Nationalen Kulturdenkmal erklärt.
Das Ensemble der Staatsoper besteht aus den Stammsolsiten, dem Chor, dem Orchester und der Balletttruppe. Hier begannen ihre Karriere zahlreiche spätere anerkannte Solisten  - Ľubica Orgonášová, Sergej Kopčák und Edita Gruberová.
Die Eröffnungsaufführung des Theaters war das Operndrama Eva von dem tschechischen Komponisten Josef Bohuslav Foerster (1960). Der Schwerpunkt der Dramaturgie verlagerte sich immer mehr auf Inszenierung der bedeutenden Opernwerke. Am Anfang wurde großen Wert auf die Pflege des romantischen Repertoires (Faust /Margarethe/, Rusalka, Der Maskenball, Il Trovatore, Don Carlos, La Traviata u. a.) gelegt. Das bedeutende Ereignis war Premiere  der Oper von Eugen Suchoň Krútňava (1963) – über zehn Jahre nach seiner Uraufführung wurde das Werk in der Slowakei wieder mit dem ursprünglichen Ende inszeniert. Erst 2008 wurde Krútňava endlich in der originaltreuen Version, ohne Eingriffe nach den Forderungen der damaligen Zeitideologie, aufgeführt.
Schon seit den ersten Spielzeiten brachte die Staatsoper immer wieder Opern auf die Bühne, die bis dahin in der Slowakei noch nie aufgeführt worden sind. Als slowakische Erstaufführungen seien daher genannt: Gounods Roméo et Juliette (1965), Cilèas Adriana Lecouvreur (1985), Donizettis La Favorita (1992), Verdis Aroldo (1993), Ernani (1999), Attila (2005), Bellinis I Puritani (2001) und ebenso weniger bekannte Opern von Giacomo Puccini (Edgar, La Rondine).
Aber auch Opern von slowakischen Komponisten, wie etwa Tibor Andrašovan, Bartolomej Urbanec, Ilja Zeljenka, Juraj Beneš, Igor Bázlik u. a.  fanden immer mehr Eingang in das Repertoire des Theaters.
Im Laufe des letzten Jahrzentes ist das künstlerische Niveau des Ensembles markant gestiegen. Die Staatsoper nimmt an mehreren heimischen sowie ausländischen Veranstaltungen teil, sie war Gast bei dem Festival Bratislavské hudobné slávnosti (BHS), dem Internationalen Musikfestival in Zypern, dem Internationalen Musikfestival „Janáčkovy Hukvaldy“ in Tschechien, sowie in der Schweiz, in Italien, Polen, Österreich, Rumänien und Japan.

Informationen

Rezervation:
tel.: +421 48 245 71 23, -24,
mobil: +421 907 808 871

Kasse der Staatsoper:
tel.: +421 48 245 71 20
Mo, Mi, Fr: 13.00 Uhr - 16.00 Uhr
Di, Mi: 13.00 Uhr- 17.00 Uhr
Und 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn
 

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Monat Mai 2012
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